
Bei Neu- und Weiterentwicklungen von Nutzfahrzeug-Motoren ist in der Regel ein optimierter Wirkungsgrad bei gleichzeitig stark verringerten Schadstoffemissionen gefordert. Dies erreichen wir durch ausgereifte Methodik und eine hochmoderne technische Ausstattung.
Feste Bestandteile des Motorenentwicklungsprozesses bei IAV sind die rechnerische Analyse, Bauteilauslegung und Simulation zu den Themen Festigkeit/Steifigkeit, Kinematik/Kinetik, Dynamik, Werkstoffverhalten, Akustik, Ladungswechsel, Prozessanalyse, Kühlsystem, Ansaugsystem, Gemischbildung und Abgassystem.
Schwerpunkte unserer Entwicklungsarbeit im Bereich Motormechanik liegen in der Strukturoptimierung, Gewichtsersparnis und Reibungsminderung von Motorkomponenten. Aktuelle Entwicklungstrends im Bereich der Heavy-Duty-Motoren sind Downsizing und Drehzahlabsenkung und damit Zylinder-Spitzendruckerhöhung. Hierzu bieten wir unseren Kunden konstruktive Lösungsansätze.
Unsere erfahrenen Entwicklungsingenieure setzen dafür unter anderem numerische Berechnungs- und Simulationsverfahren wie die Finite-Elemente-Methode (FEM) und die Mehrkörpersimulation (MKS) ein. Für komplexere Aufgabenstellungen im Bereich der Antriebsstranganalyse werden MKS-Modelle erzeugt, um die komplette 3D-Mehrkörper-Dynamik der Motor-Komponenten abzubilden und dabei elastische Körper aus der FEM-Berechnung einzubinden. Hochmoderne Fertigungsmaschinen zur Herstellung einzelner Baugruppen bis zu kompletten Prototypenmotoren runden das Portfolio ab.
Die Erprobung von Komponenten, Subsystemen, Motor oder des gesamten Antriebsstrangs führen wir auf eigenen Prüfständen durch. Dazu zählen:
- Komponentenprüfstände für Einspritzsysteme, Strömungsvisualisierung, Kühlkreislauf, Mechanikbauteile, Turbolader, Klimasystem, Heizung etc.
- Vollmotorprüfstände
- Einzylinderprüfstand (externe Ladeluftstrecke und Konditionierung)
- Nutzfahrzeug-Halle zur Betreuung von Versuchs- und Flottenfahrzeugen
- Nutzfahrzeug-Leistungsrollenprüfstand
- Klimakammern