
In unserer Crash-Halle in Gifhorn können wir die Einhaltung sämtlicher gesetzlicher Vorschriften (zum Beispiel ECE und FMVSS) überprüfen sowie alle Consumer-Tests durchführen, wie etwa US-NCAP und Euro-NCAP. Unsere Crash-Bahn hat eine Länge von 130 Metern und endet an einem 90 Tonnen schweren Betonblock. Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 1.800 Kilogramm können dort auf Geschwindigkeiten von maximal 120 Stundenkilometern beschleunigt werden. Neben dem Frontalcrash sind auch Heck-, Seiten- und Pfahlaufprall möglich. Für eine maximale Vertraulichkeit sorgen abgetrennte Prototypen-Räume in unserer Werkstatt – dort bereiten wir die Fahrzeuge für den Test vor und können sie auch für weitere Crashtests reparieren.
Numerische Simulationen und ein Schlittensystem verringern die Anzahl von Versuchen
Vor den Versuchen können unsere Berechnungsspezialisten das Crash-Verhalten neuer Fahrzeuge mithilfe von numerischen Simulationen optimieren – dadurch können wir zahlreiche Crashtests vermeiden und die Anzahl von Prototypen in der Fahrzeugentwicklung reduzieren.
Um die Rückhaltesysteme eines Fahrzeugs auszulegen, können wir Crash-Simulationen auf einem Schlittensystem durchführen – dabei werden die Verzögerungskräfte auf Insassen, Sitze und Innenraumbauteile durch gezieltes Abbremsen simuliert, ohne dass ein ganzes Fahrzeug zerstört werden muss. Unsere Schlittenanlage ist 95 Meter lang und kann Massen von maximal 2.500 Kilogramm bis zu 90 g verzögern.
Diese Dummy-Typen können wir bei den Crash-Versuchen einsetzen und auch selbst zertifizieren:
- Hybrid-III 95 %, Hybrid-III 50 %, Hybrid-III 5 %
- Euro-SID 2, Euro-SID 2 RE, SID 2s
- Kinderdummys P 3, P 1 1/2, P 3/4 und Crabi