Wir holen den Prüfstand auf die Straße!

Bei der Fahrzeugkalibrierung und -erprobung moderner Nutzfahrzeuge müssen immer mehr Antriebsstrangkombinationen unter Realbedingungen betrachtet werden – eine große organisatorische und wirtschaftliche Herausforderung für die Hersteller, denn oft sind dafür weite Anfahrtswege und behördliche Genehmigungen erforderlich. Versuche auf Prüfständen sind kaum eine Alternative, weil sie teuer sind und nur wenige Kapazitäten zur Verfügung stehen. Zudem sind die Rüstzeiten für einen Prüfstandsversuch nicht zu vernachlässigen.

Es gibt in Zukunft eine Lösung, die die Möglichkeiten des Fahrversuchs deutlich erweitert: Ein Standardauflieger für EU-Sattelzüge verfügt über zwei gebremste Achsen, die den Fahrwiderstand des Fahrzeugs erhöhen. So können Tests unabhängig von der Topografie der Strecke und vom realen Fahrzeuggewicht durchgeführt werden. Standardschnittstellen gewährleisten einen einfachen Datenaustausch mit dem Zugfahrzeug und den angeschlossenen Messsystemen. Aufgrund der guten Reproduzierbarkeit der Testbedingungen bietet diese Lösung eine wirtschaftliche und effiziente Alternative zu Prüfstandsversuchen.