Christina Maier

Studentische Mitarbeiterin Aktive Sicherheit

Christiana Maier, Studentische Mitarbeiterin Aktive Sicherheit

Seit Mitte 2015 ist Christina Maier bei IAV als studentische Mitarbeiter in Ingolstadt tätig. Ihre Erfahrungen und Eindrücke bei IAV schildert sie wie folgt:

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  • Name Christina Maier
  • Tätigkeit Studentische Mitarbeiterin Aktive Sicherheit
  • Bei IAV seit Mitte 2015
  • Standort Ingolstadt
  • Studium / Ausbildung Informatik
Es wird darauf geachtet, dass das Studium im Vordergrund steht. Gerade in der Prüfungszeit ist das sehr wichtig, um sich gut vorbereiten zu können.
  • 01

    Du bist Werkstudentin bei IAV – was genau studierst Du?

    Aktuell studiere ich im Masterstudiengang Informatik in Ingolstadt. Davor habe ich in Regensburg meinen Bachelor zum Thema „Erkennung von nicht-plausiblen Bewegungsprofilen von Radfahrern anhand von GPS-Daten“ im Studiengang Medizininformatik gemacht. Das hört sich jetzt ein bisschen exotisch an – aber es handelt sich dabei um einen normalen Informatikstudiengang, zu dem dann ein paar Medizinfächer gehören. In diesen ging es bei mir vordergründig um Bildverarbeitung, welche unter anderem bei medizinischen Verfahren wie MRT oder CT eingesetzt wird. Bildverarbeitung kann aber auch in der Automobilentwicklung vorkommen. Ein Beispiel: In modernen Fahrzeugen erfassen Kameras Objekte in der unmittelbaren Umgebung. Algorithmen erkennen dann anhand von Größe, Bewegung und Textur, ob es sich um ein Fahrzeug, einen Fußgänger oder Radfahrer handelt. Droht eine Kollision, wird der Fahrer gewarnt und in letzter Instanz eine Notbremsung eingeleitet.

  • 02

    Wie passen denn Medizininformatik und Automobilbranche zusammen?

    Der Anteil von „Medizin“ in „Medizininformatik“ ist nicht ausschlaggebend dafür, dass man am Ende wirklich in der Gesundheitsbranche landet. Wie schon gesagt, ist der Studiengang hauptsächlich reine Informatik. Das Medizinische passiert in den Nebenfächern. Deshalb kann ich das Gelernte sowohl im medizinischen Bereich als auch überall dort einsetzen, wo Informatiker gebraucht werden. Wenn man ein bisschen über den Tellerrand schaut, sind Medizin und Automobilentwicklung gar nicht so weit voneinander entfernt. In hochautomatisiert fahrenden Autos sitzen Menschen am Steuer, die bei Bedarf ins Fahrgeschehen eingreifen müssen. Es geht also auch bei der Automobilentwicklung um Menschen bzw. deren Reaktionen. Mit Blick auf die Zukunft kann ich mir daher vorstellen, an Systemen zur Überwachung des Fahrerzustands zu arbeiten – und hier sind wir dann fast schon wieder bei der Medizininformatik.

  • 03

    Wie sieht Deine Arbeit genau aus? Was passiert in Deiner Fachabteilung?

    Ich arbeite in einem Fachbereich, der sich mit Fahrerassistenz und aktiver Sicherheit befasst. Speziell geht es dabei zum Beispiel um die Entwicklung und Erprobung von Systemen wie den Notbremsassistenten oder die Radfahrer- bzw. Fußgängererkennung. Ziel dieser Systeme ist es, bei drohender Gefahr in das Fahrgeschehen einzugreifen, um einen Unfall zu verhindern oder in seiner Schwere zu mindern. Um solche sogenannten „Sicherheitsfunktionen“ in Serie bringen zu können, braucht der Hersteller technische Freigaben. Es müssen also bestimmte Vorgaben erfüllt sein, damit die Technik auf den Markt kommen kann. Wird eine neue Sicherheitsfunktion entwickelt, finden eine Reihe von Testfahrten sowie spezielle Soft- und Hardwaretests statt. Um beurteilen zu können, ob alles funktioniert, wie gefordert, führen wir diese Erprobungen durch und werten die Ergebnisse aus. Bei Bedarf entwickeln wir sogar die Software-Tools, um den Freigabeprozess zu unterstützen.

  • 04

    Erzähl mal: Wie bist Du eigentlich zu IAV gekommen?

    Schon während meines Bachelorstudiums hat mich der Bereich Testing interessiert. Also habe ich einen Nebenjob in diese Richtung gesucht. Ich muss zugeben: Vor meiner Bewerbung kannte ich IAV nicht. Als ich im Internet nach Jobs geschaut habe, ist die Stellenanzeige „Unterstützung bei Test und Absicherung“ von IAV an der ersten Position meiner Suchergebnisse aufgetaucht. Was dort stand, fand ich echt ansprechend – also habe ich mich darauf beworben. Zwei Wochen später hatte ich das Vorstellungsgespräch mit meinem jetzigen Teamleiter. Das lief offensichtlich ganz gut, denn seit Mitte August 2015 bin ich bei IAV. Wenig später, als es für mich langsam in Richtung Bachelorarbeit ging, ist mein Teamleiter mit einem Thema auf mich zugekommen, dass ich innovativ und spannend fand: „Die Erkennung von nicht-plausiblen Bewegungsprofilen von Radfahrern anhand von GPS-Daten“. So kam es dann, dass ich meine Bachelorarbeit dazu geschrieben habe.

  • 05

    Was war Dein persönliches IAV-Highlight bisher?

    Das war zum einen die Entwicklung einer Teststrecke in Regensburg. Es sollte eine Sicherheitsfunktion mit Fokus auf Fußgängerschutz getestet werden. Man kann sich das so vorstellen: Wenn ein Auto beispielsweise über einen Zebrastreifen fahren soll, sich aber ein Fußgänger nähert und eine Kollision droht, wird zunächst der Fahrer gewarnt. Bei Bedarf greift die Funktion dann sogar direkt ein und führt eine Notbremsung aus. Für den Test musste eine geeignete, belebte Strecke zusammengestellt werden. Durch mein Studium kenne ich mich in Regensburg gut aus. Deshalb durfte ich die Aufgabe übernehmen und auch bei den Straßenfahrten dabei sein. Ein weiteres Highlight war die Bachelorarbeit. Da es zu meinem Thema bisher kaum wissenschaftliche Erkenntnisse gab, konnte ich ein Stück weit Forschung betreiben. Das war anspruchsvoll und viel Arbeit, aber letztendlich auch hochspannend.

  • 06

    Lassen sich Uni und Arbeit bei IAV gut unter einen Hut bringen?

    Sogar sehr gut. Es wird darauf geachtet, dass das Studium im Vordergrund steht. Jeder kann sich die Arbeitszeit selbst so einteilen, wie er das braucht. Gerade in der Prüfungszeit ist das sehr wichtig, um sich gut vorbereiten zu können. Am Standort Ingolstadt haben wir ein eigenes Studentenbüro. Hier sitzen im Schnitt um die zehn Werkstudenten, Praktikanten, Bacheloranden oder Masteranden, die alle ihren festen Platz haben. Das ist eine tolle Atmosphäre. Wir unterstützen uns gegenseitig und unternehmen gelegentlich nach Feierabend etwas zusammen. Auch während der Bachelorarbeit war die Betreuung echt top. Es war immer jemand da, wenn Probleme aufkamen. Jede Woche habe ich mit meinem Betreuer den Arbeitsstand besprochen und es wurde berücksichtigt, in welche thematische Richtung ich selbst gehen möchte. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass es gern gesehen wird, wenn man bleibt – also längerfristig. Und das habe ich auch erst einmal vor…