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Fahrzeugentwicklung

Bestehende Kompetenzen ausbauen, neues Know-how aufbauen: IAV hat sich bei der Fahrzeugentwicklung frühzeitig auf den Wandel eingestellt, sodass wir heute die Brücke zwischen der klassischen Automotive- und der modernen IT-Welt schlagen können. Neue Entwicklungsmethoden beschleunigen die Projekte und erfordern weniger Prototypen.

Viele aktuelle Trends bestimmen derzeit die Fahrzeugentwicklung: automatisiertes Fahren, elektrische Antriebe, Mobilität als Service in einem integrierten Verbund, neue Elektronik-Architekturen mit High-Performance-Computern (Domänenrechner) sowie Back-Ends, mit denen die Fahrzeuge über das Internet kommunizieren. Daneben verändert sich aber auch der Automotive-Markt: Neue Anbieter ohne Erfahrung mit Serienentwicklungen entwickeln Fahrzeuge und brauchen einen Systemintegrator wie IAV, etwa für zukunftsweisende Transportkonzepte wie Robotaxis.

IAV hat sich schon vor Jahren auf diesen Wandel eingestellt. Parallel zu unserer bekannten Kompetenz für das gesamte Fahrzeug haben wir Know-how, Lösungen, Tools und Infrastruktur im IT-Bereich aufgebaut. Dadurch können wir heute die Automotive- und die IT-Welt wie niemand sonst miteinander verbinden. Die zunehmende Komplexität der Fahrzeugentwicklung beherrschen wir mit agilen Entwicklungsmethoden. Dadurch können wir auch in Zukunft gesamte Fahrzeugentwicklungen für unsere Kunden übernehmen.

Unsere breitgefächerte Kompetenz haben wir zum Beispiel im Projekt IAV Elocity bewiesen: Dahinter verbirgt sich ein modularer, elektrischer Antriebsstrang, der sich individuell an die Anforderungen jedes Kunden anpassen lässt. Kernstück von IAV Elocity ist das Systemsteuergerät, das Schnittstellen zu allen Komponenten wie Batterie, E-Maschine und Leistungselektronik zur Verfügung stellt. Zu den größten Herausforderungen bei der Entwicklung gehörten die Funktionssicherheit, die Durchgängigkeit aller Schnittstellen (zum Beispiel durchgängige Diagnosen) sowie die Vielfalt der möglichen Anwendungen. Erster Anwender ist das Berliner Unternehmen Tassima, das seit 2019 historische Touristen-Doppeldeckerbusse in der Hauptstadt auf den umweltfreundlichen Elektroantrieb umrüstet.

Für das Forschungsprojekt HEAT („Hamburg Electric Autonomous Transportation“) hat IAV automatisierte Transportfahrzeuge entwickelt und geliefert. Sie sollen als Shuttles für bis zu 16 Fahrgäste auf öffentlichen Straßen am fließenden Verkehr bis 50 km/h teilnehmen. Die Sensorik für das automatisierte Fahren besteht vor allem aus Radar und Lidar, für optische Merkmale wie Ampelphasen, Spur- und Begrenzungslinien oder Verkehrszeichen greift HEAT auf digitale Datenbasen und breitbandige Kommunikation zurück.

Für unsere Serien- und Forschungsprojekte nutzen wir modernste und protypenarme Methoden wie Virtual Engineering. In unserem VR Lab können wir mit verschiedenen Beteiligten simultan zusammenarbeiten – selbst wenn sie weltweit verstreut sind. Das beschleunigt die Entwicklung und ermöglicht eine frühe Validierung, noch bevor erste reale Prototypen zur Verfügung stehen. Natürlich verfügen wir auch über eine breite Palette an Prüfständen sowie zwei Crashhallen, mit denen wir unsere Lösungen vor SOP absichern können.

Diese komplexen Projekte verstärken uns in der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit und der Nutzung komplementärer Eigenschaften. Unseren Kunden bieten wir neben Konzepten, Spezifikationen und Lastenheften auch Funktionsprototypen, Freigabeempfehlungen, die Integration von Komponenten sowie die Entwicklung von Gesamtfahrzeugen bzw. Derivaten an.

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