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BMVI unterstützt autonomes Lastenrad von IAV: Bundesverkehrsminister Scheuer überreicht Förderurkunde

17.12.2020  — 

Berlin. Eine smarte Lösung für die letzte Meile in der Logistik: Der Berliner Engineering-Experte IAV arbeitet gemeinsam mit dem Forschungszentrum Informatik (FZI) an einem intelligenten und vernetzten E-Lastenrad, das seinen Fahrer erkennt und ihm autonom folgt. Für das Projekt gibt es jetzt Unterstützung vom Staat: Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert die zweite Phase der Entwicklung des Elektro-Cargobikes. Nun überreichte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in einer Digitalkonferenz die Förderurkunde an IAV.

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Mit der Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur starten IAV und das FZI in Karlsruhe gemeinsam mit ihren Projektpartnern in die nächste Etappe der Entwicklung des Lastenrads – ein wichtiger Schritt hin zur angestrebten Serienreife des E-Bikes, das Zustelldiensten und Logistikdienstleistern die Arbeit erleichtern soll. In dieser zweiten Projektphase sollen die bislang noch zugekauften Lenk- und Bremssysteme je durch selbstentwickelte Bauteile ersetzt werden. Das wird das Gesamtgewicht des Rads deutlich reduzieren und sein Fahrverhalten verbessern. Zudem sollen die neuen Komponenten den Wechsel zwischen dem autonomen und dem normalen Fahrbetrieb fließender gestalten. Darüber hinaus wird die Software des Lastenrads weiterentwickelt.

„Mit dem Cargobike entwickeln wir eine nachhaltige und vernetzte Lösung für die Letzte-Meile-Zustellung im urbanen Umfeld. Wir freuen uns über die Förderung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, die der weiteren Entwicklung des Lastenrads als neues Element einer vernetzen und intelligenten Flotte einen wichtigen Schub geben wird“, sagt Simon Heine, Fachbereichsleiter „Vehicle Dynamics Chassis“ bei IAV.

Das mit einem E-Motor ausgestattete Lastenrad erkennt einen vorab registrierten Fahrer über eine Follow-Me-Kamerafunktion und folgt ihm selbstständig im Schritttempo – damit wird etwa bei der Zustellung von Post das ständige Auf- und Absteigen oder Schieben überflüssig. Das Digital Service Assistant Dashboard (DiSA) ermöglicht zudem ein vernetztes Flottenmanagement mit intelligenter Routen- und Einsatzplanung. Darüber lassen sich auch die wichtigsten Betriebs- und Wartungsparameter einsehen und auswerten – jederzeit und weltweit.

Auf der CES 2020 hat IAV erstmals einen Prototyp des Lastenrads vorgestellt, das für den späteren Einsatz in diversen Branchen gedacht ist. Logistikunternehmen und Postboten könnten es für die tägliche Arbeit verwenden und in der zugangsgesicherten Box des Rads Briefe und Pakete verstauen. Besonders auf Werksgeländen bietet es sich an, Logistikaufgaben automatisiert mit Unterstützung des Lastenrads zu erledigen – und so Arbeitsabläufe zu erleichtern und Kosten zu sparen.

Über IAV:

IAV ist mit mehr als 8.000 Mitarbeitern einer der weltweit führenden Engineering-Partner der Automobilindustrie. Das Unternehmen entwickelt seit über 35 Jahren innovative Konzepte und Technologien für zukünftige Fahrzeuge und setzte 2019 mehr als 1 Milliarde Euro um. Zu den Kunden zählen weltweit alle namhaften Automobilhersteller und Zulieferer. Neben der Fahrzeug- und Antriebsentwicklung ist IAV bereits frühzeitig in die Elektromobilität und das autonome Fahren eingestiegen und ist heute einer der führenden Entwicklungsdienstleister auf diesen Gebieten. Neben den Entwicklungszentren in Berlin, Gifhorn und Chemnitz/Stollberg verfügt IAV über weitere Standorte u. a. in München, Sindelfingen und Ingolstadt sowie in Europa, Asien als auch in Nord- und Südamerika.