Forschungsprojekt eJIT stellt vollelektrische 40-Tonnen-Sattelzugmaschine für den realen Einsatz im Porsche Werk Leipzig und bei Volkswagen in Zwickau vor

22.06.2017  — 

Stollberg. Die Logistik der Zukunft – 100% elektrisch und vernetzt! Im Beisein des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, vertreten durch Christian Liebich, Referat Entwicklung digitaler Technologien, sowie Vertretern des Projektträgers Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V., haben die Projektpartner IAV, Porsche Leipzig, Schnellecke Logistics, Volkswagen Sachsen sowie das Netzwerk der Automobilzulieferer Sachsen die vollelektrischen 40-Tonner der Öffentlichkeit vorgestellt.

news 170622 ejit projektpartner 16 9
Projektvorstände (v.l.n.r. Christian Liebich (BMWi), Andreas Wächtler (AMZ), Michael Weihrauch (Porsche Leipzig), Ronny Wolf (Volkswagen Sachsen), Thomas Lammer (Schnellecke), Mirko Taubenreuther (IAV)

Die deutschen Automobilproduktionsstandorte haben sich schrittweise zu urbanen Industriezentren entwickelt. Hinzu kommen immer höhere gesellschaftliche und umweltpolitische Ansprüche. Dafür sind innovative und nachhaltige Konzepte notwendig. „Die Elektrifizierung des Logistikverkehrs ist ein zentrales Thema im Förderprogramm IKT für Elektromobilität. Wir wollen mit eJIT demonstrieren, dass die Elektrifizierung auch bei schweren Nutzfahrzeugen möglich und wirtschaftlich ist – verbunden mit großen Vorteilen für die Anwohner und die Umwelt.“, sagt Christian Liebich, Referat Entwicklung digitaler Technologien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Das Werk Zwickau der Volkswagen Sachsen GmbH und das Porsche Werk Leipzig sind die ersten Automobilhersteller in Europa, die schnellstraßentaugliche, vollelektrische 40-Tonner mit automatisierten Fahrfunktionen im realen Umfeld einsetzen.

Für das Projekt eJIT hat die IAV GmbH zwei 40-Tonnen-Sattelzugmaschinen aufgebaut und mit elektrischen Antrieben mit Batterien von 144 kWh Kapazität ausgestattet. Die E-LKW erreichen eine Geschwindigkeit von 85 km/h und haben eine Reichweite von 70 Kilometern. Eine intelligente Ladetechnik ist ebenfalls gegeben. Die Batterieladung in Zwickau erfolgt während des zehnminütigen Stopps an der Verladerampe per DC-Schnellladung mit 150kW Leistung. Im Porsche Werk Leipzig erfolgt die Batterieladung während planmäßiger Wartezeiten im Prozess mehrfach pro Schicht und ermöglicht damit einen Einsatz im Dreischichtsystem.

Eine zweite Ausbaustufe ist für das kommende Jahr geplant. So wird das Fahrzeug für das Porsche Werk Leipzig von 2018 an hochautomatisiert fahren. Für das Zwickauer Fahrzeug ist ein automatisiertes Rangiersystem für das Andocken an den Verladerampen geplant.

Angelegt ist das Projekt eJIT auf drei Jahre. Seit Anfang 2016 arbeiten die Projektpartner IAV GmbH, Porsche Leipzig, Schnellecke Logistics, Volkswagen Sachsen und das Netzwerk der Automobilzulieferer gemeinsam an der Elektrifizierung von Lastkraftwagen, um Lärm und Emissionen an Automobil- standorten zu reduzieren. Das Projekt ist Teil des Technologieprogramms „Informations- und Kommunikationstechnik für Elektromobilität III: Einbindung von gewerblichen Elektrofahrzeugen in Logistik-, Energie- und Mobilitätsinfrastrukturen“, mit dem das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Forschungsaktivitäten in der gewerblichen Nutzung der Elektromobilität fortsetzt.

Mehr Informationen unter www.e-jit.de

Bleiben Sie auf dem Laufenden.

Anmeldung zum Newsletter