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IAV präsentiert mobilen Prüfstand für E-Antriebe

20.01.2021  — 

Berlin. Die Zahl der E-Fahrzeuge steigt und damit auch der Bedarf an geeigneten Prüfeinrichtungen. Mit IAV Auros bietet der Berliner Engineering-Spezialist IAV einen Hochvolt-Prüfstand in Größe einer kompakten Vitrine an, der bei gleichem Leistungsumfang in Anschaffung und Betrieb deutlich günstiger ist als konventionelle und stationäre Prüfeinrichtungen. Die eigens entwickelte Software automatisiert die Test-Abläufe und ermöglicht eine unkomplizierte Integration in bestehende Prüfstandsinfrastrukturen.

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Erik Schneider, Fachbereichsleiter E-Traktion & Hybridsysteme, sagt: „Es vergeht kaum eine Woche, ohne dass ein Hersteller ein neues E-Modell ankündigt. Damit die Fahrzeuge schnell in Serie gehen können, sind Prüfeinrichtung für umfangreiches Testing der E-Komponenten unerlässlich. Konventionelle Prüfstände sind dafür zwar geeignet, die Prüfstandszeiten sind jedoch aufgrund der hohen Nachfrage rar und verhältnismäßig teuer. Mit IAV Auros lösen wir dieses Spannungsfeld auf und schaffen dringend benötigte Kapazitäten.“

Dank IAV Auros können praktisch alle Räume, die über eine Spannungsversorgung von 63 Ampere verfügen, im Handumdrehen zu potentiellen Hochvolt-Prüfständen umfunktioniert werden. Der mobile Prüfstand kann einen einzelnen Motor oder auch zwei Elektromotoren im sogenannten Back-to-Back-Betrieb ansteuern und überwachen. Dabei arbeitet einer der Motoren als Antrieb, der andere im Generatorbetrieb als Bremse. Antriebsmotoren mit bis zu 150 kW mechanischer Leistung – wie Traktionsantriebe für Hybrid- oder Elektrofahrzeuge – lassen sich somit problemlos und ohne aufwendige Infrastruktur testen. Das senkt die Kosten für Dauerlaufversuche deutlich. Darüber hinaus lassen sich mit IAV Auros auch weitere elektrische Komponenten und Systeme testen, etwa elektrifizierte Nebenaggregate wie On-Board-Charger und E-Turbolader. In Verbindung mit IAV Auros lassen sich diese Tests auch auf Prüfständen für Klima-, Umwelt- und Lebensdauerprüfung absolvieren, die bisher keine Spannungsversorgung für Komponenten der Elektromobilität besitzen.

«Das Wissen aus tausenden Teststunden an unserem Standort und das Feedback unserer Kunden ist in IAV Auros eingeflossen – unserem ersten eigenständigen Produkt in diesem Bereich.»

Erik Schneider — Fachbereichsleiter E-Traktion & Hybridsysteme

Dank integrierter und eigens entwickelter Software, welche auch auf den IAV eigenen Prüfständen verwendet wird, lässt sich IAV Auros wie ein konventioneller Prüfstand bedienen. Die Software erlaubt die Vorgabe aller Testparameter, kann Systeme wie Steuergeräte, Ölpumpe oder Ventilator ansprechen und alle Testaufgaben automatisieren. Mit seinen kompakten Abmessungen und einem geringen Gewicht von 250 kg kann der mobile Prüfstand schnell und unkompliziert zum Einsatzort gebracht oder in eine bestehende Prüfstandsinfrastruktur integriert werden. IAV bietet Interessenten den mobilen Prüfstand wahlweise als Produkt oder Dienstleistung an. Mehrere deutsche Fahrzeughersteller setzen IAV Auros bereits erfolgreich in ihren eigenen Projekten und Prüfeinrichtungen ein.

„Mit unseren stationären Prüfständen am Entwicklungszentrum in Stollberg verfügen wir über eines der fortschrittlichsten Testcenter für Elektromobilität und den damit verbundenen Hochvoltkomponenten. Das Wissen aus tausenden Teststunden an unserem Standort und das Feedback unserer Kunden ist in IAV Auros eingeflossen – unserem ersten eigenständigen Produkt in diesem Bereich“, sagt Schneider. „Damit bieten wir unseren Kunden einen leistungsfähigen, mobilen und flexibel einsetzbaren Prüfstand an, der auch für internationale Tests und Erprobungen geeignet ist.“

Über IAV

IAV ist mit mehr als 8.000 Mitarbeitern einer der weltweit führenden Engineering-Partner der Automobilindustrie. Das Unternehmen entwickelt seit über 35 Jahren innovative Konzepte und Technologien für zukünftige Fahrzeuge und setzte 2019 mehr als 1 Milliarde Euro um. Zu den Kunden zählen weltweit alle namhaften Automobilhersteller und Zulieferer. Neben der Fahrzeug- und Antriebsentwicklung ist IAV bereits frühzeitig in die Elektromobilität und das autonome Fahren eingestiegen und ist heute einer der führenden Entwicklungsdienstleister auf diesen Gebieten. Neben den Entwicklungszentren in Berlin, Gifhorn und Chemnitz/Stollberg verfügt IAV über weitere Standorte u. a. in München, Sindelfingen und Ingolstadt sowie in Europa, Asien als auch in Nord- und Südamerika.