Hermann-Appel-Preis 2009

11.12.2009 // IAV zeichnet Ingenieur-Nachwuchs in der Automobilentwicklung aus.

Die Preisträger des Hermann-Appel-Preises 2009 Berlin. Acht angehende Ingenieure des Automobilbaus wurden von einer unabhängigen Jury mit dem Hermann-Appel-Preis 2009 ausgezeichnet. Der Preis wird von IAV ausgelobt und ist mit einem Preisgeld von insgesamt 18.000 Euro dotiert. Er wird jährlich an herausragende Diplom- und Doktorarbeiten verliehen, die sich mit Themen der Elektronik-, Antriebsstrang- und Fahrzeugentwicklung beschäftigen. Die Preisverleihung fand am 3. Dezember 2009 in Berlin statt.

Im Fachgebiet Elektronikentwicklung, Kategorie Diplomarbeit, wurde Dipl.-Ing. Laura Berger (Technische Universität Dortmund) für einen Reglerentwurf mit gestörten Koeffizienten ausgezeichnet, der die optimale Erhaltung von Performance und Robustheit anstrebt. Laura Berger teilt sich den Preis in der Kategorie Diplomarbeit mit Dipl.-Ing. Ralf Sauermann (Technische Universität Dresden), der sich in seiner Arbeit mit der Identifikation hysteresebehafteter dynamischer Systeme befasst. Dr.-Ing. Jan Effertz (Technische Universität Braunschweig) erhielt den Hermann-Appel-Preis für seine Dissertation über autonome Fahrzeugführung in urbaner Umgebung durch Kombination objekt- und kartenbasierter Umfeldmodelle.

Im Fachgebiet Antriebsstrangentwicklung, Kategorie Diplomarbeit, wurde B.Eng. Maik Mittelstädt (Technische Fachhochschule Berlin) ausgezeichnet. Er beschäftigte sich mit der Auslegung und Konstruktion eines 8-Gang-Hybrid-Automatikgetriebes für Frontqueranwendung. Den Preis in der Kategorie Dissertation erhielt Dr.-Ing. Hardy Weymann (Universität Siegen) für ein neuronales Berechnungsmodell zur Bestimmung des Brennraumdruckverlaufs aus motorischen Messgrößen.

Im Fachgebiet Fahrzeugentwicklung erhielt Dipl.-Ing. Patrick Schäberle (Hochschule Esslingen) für seine Arbeit zum Aufbau und zur Inbetriebnahme eines flexiblen Schnittmoduls zum Besäumen von Schwellerprofilen den Hermann-Appel-Preis in der Kategorie Diplomarbeit. Dr.-Ing. Jörgen Hilmann (Technische Universität Berlin) wurde für seine Dissertation zum Thema „Entwicklung einer Prozesskette zur Optimierung von Fahrzeugstrukturen unter der Berücksichtigung der Passiven Sicherheit“ ausgezeichnet.

Die Jury verlieh darüber hinaus einen Sonderpreis an Dr.-Ing. Hendrik Schröder (Technische Universität Braunschweig) für seine Disseration zur Konzeptionierung leistungsverzweigter Getriebestrukturen für Hybridfahrzeuge.

„Mit dem Hermann-Appel-Preis wollen wir angehende Ingenieure zu außergewöhnlichen Leistungen motivieren und die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft vertiefen“, erläutert Kurt Blumenröder, Sprecher der IAV-Geschäftsführung.

IAV, 1983 von Prof. Dr.-Ing. Hermann Appel gegründet, ist mit über 3.000 Mitarbeitern weltweit einer der führenden Engineering-Partner der Automobilbranche. In den Bereichen Elektronik, Antriebsstrang- und Fahrzeugentwicklung gehören alle Entwicklungsphasen eines Automobils zum Arbeitsgebiet von IAV. Das Spektrum reicht von der Forschung über die Vorentwicklung bis hin zu den komplexen Entwicklungsaufträgen für die Serienproduktion. Zu den Kunden zählen alle namhaften Automobilhersteller und deren Zulieferer.