Hermann-Appel-Preis 2010

25.11.2010 // IAV zeichnet sechs Nachwuchsingenieure mit dem Hermann-Appel-Preis 2010 aus.

Die Preisträger des Hermann-Appel-Preises 2010 Am Donnerstag, den 18. November 2010, fand die feierliche Preisverleihung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin-Mitte statt.
Sechs engagierte Ingenieure erhielten für ihre ausgezeichneten Diplomarbeiten bzw. Dissertationen den Hermann-Appel-Preis 2010. Für IAV ist der Preis ein jährlicher Höhepunkt in der Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten.

Seit 2004 zeichnet der automobile Entwicklungspartner IAV mit dem Hermann-Appel-Preis Diplom- und Masterarbeiten sowie Dissertationen der Automobilentwicklung aus. Ziel ist es, die Verknüpfung von Wirtschaft und Wissenschaft zu fördern und zu vertiefen.

Im November war es wieder so weit: Sechs junge, engagierte Nachwuchsingenieure freuten sich über den Hermann-Appel-Preis 2010 und ein Preisgeld von ingesamt 18.000 Euro. Die Verleihung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am Gendarmenmarkt in Berlin bot den Preisträgern sowie Professoren, Studenten und Vertretern aus der Wirtschaft Gelegenheit zum Austausch und zur Kontaktanbahnung und -pflege.

Die prämierten Arbeiten des diesjährigen Hermann-Appel-Preises sind durch hohe technische Integration und praktische Validierung gekennzeichnet. Die Themen zeigen die zunehmende fachliche Integration innerhalb der Automobilentwicklung und die Tendenz zu einem gesamtheitlichen Entwicklungsansatz. Von fahrercharakteristischen Sensorsignalen in der Elektronikentwicklung über Ansätze zur Modellierung der Verbrennung und des Wandwärmeübergangs in Ottomotoren im Bereich der Antriebsstrangentwicklung – aktuelle Themen und zukünftige Trends werden aufgegriffen und weitergeführt.

Fachgebiet Elektronikentwicklung

Kategorie Diplomarbeit: Kai Franke wurde für seine Diplomarbeit „Testmethode zur Bewertung von fahrercharakteristischen Sensorsignalen im Kontext von zukünftigen Fahrzeugapplikationen“ ausgezeichnet. Die Arbeit entstand an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und wurde von Prof. Dr.-Ing. habil. B. Michaelis, Institut für Elektronik, Signalverarbeitung und Kommunikation, betreut. Kai Franke arbeitet bei der Volkswagen AG in der Abteilung Konzernforschung.

Kategorie Dissertation: Für seine Doktorarbeit „Optimierung des Schaltprozesses bei schweren Nutzfahrzeugen durch adaptive Momentenführung“ wurde Dr. Carsten Joachim ausgezeichnet. Die Dissertation ist an der Universität Stuttgart, Fakultät für Konstruktions-, Produktions- und Fahrzeugtechnik, entstanden und wurde von Prof. Dr.-Ing. Hans-Christian Reuss betreut.

Fachgebiet Antriebsstrangentwicklung

Kategorie Diplomarbeit: „Experimentelle Untersuchung und Simulation zum Einfluss von Turboladerkennfeldern auf das Betriebsverhalten aufgeladener Fahrzeugmotoren“ heißt die Diplomarbeit, für die Dipl.-Ing. Emanuel Binder von der Technischen Universität Berlin mit dem Hermann-Appel-Preis ausgezeichnet wurde. Prof. Dr.-Ing. M. Hecht betreute die Arbeit. Emanuel Binder hat eine Promotion begonnen und arbeitet als Ingenieur bei IAV.

Kategorie Dissertation: Dr. Sebastian Hensel erhielt den Hermann-Appel-Preis für seine Dissertation „Modellierung der Verbrennung und des Wandwärmeübergangs in Ottomotoren mit homogen kompressionsgezündeter Verbrennung“. Die Arbeit wurde von Prof. Dr.-Ing. Ulrich Spicher, Fakultät für Maschinenbau an der Universität Karlsruhe, betreut.

Fachgebiet Fahrzeugentwicklung

Kategorie Diplomarbeit: Sebastian Spirk wurde für seine Diplomarbeit „Adaptive Regelung aktiver Fahrwerke“ ausgezeichnet. Prof. Dr.-Ing. habil. Boris Lohmann, Lehrstuhl für Regelungstechnik, Technische Universität München, betreute die Arbeit. Sebastian Spirk ist nun auch am Lehrstuhl beschäftigt und beginnt seine Promotion.

Sonderpreis

Den Sonderpreis der Jury erhielt Dr. Christian Dönitz für seine Dissertation „Hybrid Pneumatic Engines“. Die Arbeit entstand an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und wurde von Prof. Dr. Lino Guzzella betreut.

IAV, 1983 von Prof. Dr.-Ing. Hermann Appel gegründet, ist mit über 4.500 Mitarbeitern weltweit einer der führenden Engineering-Partner der Automobilbranche. In den Bereichen Elektronik, Antriebsstrang- und Fahrzeugentwicklung gehören alle Entwicklungsphasen eines Automobils zum Arbeitsgebiet von IAV. Das Spektrum reicht von der Forschung über die Vorentwicklung bis hin zu den komplexen Entwicklungsaufträgen für die Serienproduktion. Zu den Kunden zählen alle namhaften Automobilhersteller und deren Zulieferer.

www.hermann-appel-preis.de