IAV präsentiert in Essen seine E-Kompetenz

06.06.2012 // IAV beteiligt sich zum dritten Mal als Mitveranstalter des Deutschen Elektro-Mobil Kongresses (14. und 15. Juni 2012), den das Haus der Technik in Essen ausrichtet. Der Berliner Engineeringpartner zeigt auf seinem Stand Eigenentwicklungen auf dem Gebiet der Elektromobilität und informiert über weitere Aktivitäten in diesem Bereich.

Seit 2009 bringt der größte deutsche Kongress zum Thema Elektromobile in Essen Experten aus der Automobilbranche zusammen. „Wir unterstützen die Veranstaltung seit 2010 als Mitveranstalter, weil wir dort die neuesten Entwicklungen mit den Spezialisten und den Entscheidern unserer Partner persönlich und effektiv diskutieren können“, sagt Wolfgang Reimann, leitender Ingenieur für E-Mobilität bei IAV. „Zugleich bietet uns der Kongress auch ein Schaufenster, um unsere Projekte und Eigenentwicklungen zu präsentieren.“

Preisgekrönte Innovation auf dem IAV-Stand: DrivePacEV80

Dieses Jahr stellt IAV zwei ganz unterschiedliche Exponate vor, die aus internen Entwicklungsprojekten hervorgegangen sind: Der „IAV DrivePacEV80“ ist eine hoch integrierte und skalierbare Kombination aus Elektromotor und Zweigang-Getriebe, die ein rund 20-köpfiges IAV-Team entwickelt hat. Sie kann in Elektrofahrzeugen der unterschiedlichsten Größen eingesetzt werden und erhöht sowohl ihre Effizienz als auch den Komfort.

Zwar können Elektrofahrzeuge auch mit nur einem Gang betrieben werden – durch das Zweigang-Getriebe im IAV DrivePacEV80 sinkt aber ihr Energieverbrauch im NEFZ. Zudem erreichen die Ingenieure eine um 88 Prozent verbesserte Steigfähigkeit und eine höhere Beschleunigung.

Davon war die Jury des Innovationspreises Berlin Brandenburg so begeistert, dass sie das 20-köpfige IAV-Team letztes Jahr mit einem Preis in Höhe von 10.000 Euro ausgezeichnet hat.

Schön, stark und ausdauernd: das E-Motorrad von IAV

Das zweite Exponat auf dem IAV-Stand ist ein elektrisches Motorrad, das ein Team vergangenes Jahr auf Basis einer Husqvarna-Geländemaschine mit Verbrennungsmotor entwickelt hat. Dabei gelang es den Ingenieuren, die Batterie so anzuordnen, dass das Design des Motorrades nicht gestört wurde. Die schönere Optik geht aber nicht auf Kosten der Reichweite – im Gegenteil: Sie konnte gesteigert werden.

Der 15 kW starke Prototyp hat sich inzwischen zu einem wahren Showstar entwickelt: Vor seinem Auftritt in Essen stand er schon bei zahlreichen anderen Veranstaltungen im Mittelpunkt des Interesses. Momentan baut das IAV-Team ein zweites Exemplar auf, das seine Leistungsfähigkeit im Gelände demonstrieren soll.

Experten und Projekte: direkter Kontakt zu den IAV-Entwicklern

IAV wird auf seinem Stand mit technischen Experten vertreten sein, die neben den beiden Exponaten auch weitere Projekte des Unternehmens vorstellen – darunter „MUTE“, den Prototyp eines ultraleichten und extrem kostengünstigen Elektrofahrzeugs, das IAV gemeinsam mit der TU München und Partnern aus der Automobilindustrie entwickelt hat. Eine Weltneuheit ist der „InDrive-Simulator“: Mit ihm lassen sich künftige Hybrid- und Elektrofahrzeuge auf der Straße simulieren – lange bevor es den ersten Prototypen gibt. Der InDrive-Simulator wurde von IAV und den Universitäten Berlin und Braunschweig entwickelt und steht seit kurzem für Projekte zur Verfügung.