Zündende Ideen für den Ottomotor der Zukunft

06.11.2012 // Berlin. IAV veranstaltet am 12. und 13. November in Berlin die erste internationale Fachtagung „Zündsysteme für Ottomotoren“. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob die klassische Zündkerze in den Ottomotoren der Zukunft durch alternative Systeme ersetzt werden muss. Experten von Herstellern, Zulieferern und aus der Forschung geben dazu einen Einblick in den aktuellen Stand der Entwicklung.

Bis 2020 soll der CO2-Ausstoß der PKW-Flotten auf 95 Gramm pro Kilometer sinken. Derzeit steigern die Hersteller die Effizienz ihrer Motoren vor allem mit Hilfe von Hubraumreduzierung in Kombination mit Aufladung bei deutlich erhöhtem Mitteldruck (Downsizing). Weiteres Optimierungspotenzial ließe sich durch eine Ladungsverdünnung erschließen – das setzt aber eine Verschiebung der Zündgrenzen voraus. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass dafür die klassische Zündkerze ersetzt werden muss. Nur mit alternativen Systemen lässt sich eine sichere und präzise Entflammung bei großer Spreizung der Gemischqualität und hohen Abgasrückführraten garantieren.

IAV stellt Auslegungskriterien für Corona-Zündsysteme vor

Die erste internationale Fachtagung „Zündsysteme für Ottomotoren“ beschäftigt sich mit Alternativen zur klassischen Zündkerze, thermodynamischen Fragen rund um die Verbrennung, Simulations- und Entwicklungsmethoden für Flammenkerne und -ausbreitung sowie der Entwicklung von Algorithmen zur Zündungssteuerung.

IAV arbeitet an einem völlig neuen System zur Kraftstoffentfammung auf der Basis der CORONA Entladung. Auf dieser Tagung werden Auslegungskriterien für den Einsatz von Corona-Zündsystemen in Verbrennungsmotoren vorgestellt. Im Gegensatz zur Zündkerze entstehen dabei eine deutlich größere Anzahl an Zündherden, die sich über einen großen Bereich des Brennraums verteilen. Das führt auch bei mageren Gemischen zu einer vollständigen und effizienten Verbrennung und kann den Kraftstoffverbrauch des Ottomotors um bis zu zehn Prozent senken. Ein Tagungsvortrag beschreibt wie die Funkenlage für hochaufgeladene tumble-unterstützte Brennverfahren unter Berücksichtigung der Zylinderinnenströmung optimiert werden kann.

Daneben geben auch Experten von Herstellern (u.a. Volkswagen, Daimler und Toyota), Zulieferern (u.a. Delphi, AVL und BERU) sowie Universitäten (u.a. TU Wien, Universität Stuttgart und FH Aachen) Einblicke in die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Zündsysteme. 

Tagungsort (12. und 13. November):

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Jägerstraße 22/23
10117 Berlin

Abendveranstaltung am 12. November:

Deutsches Technikmuseum Berlin
Trebbiner Straße 9
10963 Berlin

Das ist IAV:

IAV ist mit mehr als 4.500 Mitarbeitern einer der weltweit führenden Engineeringpartner der Automobilindustrie. Das Unternehmen entwickelt seit über 25 Jahren innovative Konzepte und Technologien für zukünftige Fahrzeuge. 

Zu den Kernkompetenzen gehören serientaugliche Lösungen in allen Bereichen der Elektronik-, Antriebsstrang- und Fahrzeugentwicklung. Zu den Kunden zählen weltweit alle namhaften Automobilhersteller und Zulieferer. Neben den Entwicklungszentren in Berlin, Gifhorn und Chemnitz verfügt IAV über weitere Standorte in Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika.