IAV beteiligt sich mit einer Million Euro an der Open-Hybrid-Lab-Factory

12.12.2013 // Berlin. Leichtbau spielt eine entscheidende Rolle, um Fahrzeuge in Zukunft sparsamer und klimafreundlicher zu machen. In Wolfsburg entsteht in den kommenden Jahren eine Forschungsfabrik, in der Leichtbautechnologien zur Serienreife gebracht werden sollen. IAV ist Vollmitglied des Trägervereins „Open Hybrid Lab Factory e.V.“ und beteiligt sich mit einer Million Euro an der öffentlich-privaten Partnerschaft.

„Leichtbau hat viele Facetten – neben neuen Verbundwerkstoffen wie Carbon gehört dazu auch der Einsatz von gewichtssparenden hybriden Strukturen aus Metallen, Kunststoffen und Textilien“, sagt Kurt Blumenröder, Sprecher der IAV-Geschäftsführung. „In der neuen Forschungsfabrik wollen wir gemeinsam Fertigungs- und Produktionstechnologien entwickeln, die reif für die Großserie sind. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Mobilität von morgen.“

In der „Open-Hybrid-Lab-Factory“ wollen die beteiligten Unternehmen und Forschungs­einrichtungen die gesamte Wertschöpfungskette abbilden – von der Auslegung der Bauteile und Komponenten über die Herstellung von Kohlenstofffasern und den hybriden Fertigungsprozess bis hin zum Recycling. Das neue Kompetenzzentrum für wirtschaftlichen Leichtbau wird in der Nähe des MobileLifeCampus’ und des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik (NFF) in Wolfsburg errichtet und rund 200 Forschern attraktive Arbeitsplätze bieten.

Die Forschungsfabrik wird von einem Verein getragen, zu dem neben IAV auch die TU Braunschweig, die Volkswagen AG, MAGNA International, die DowAksa Advanced Composites Holdings B.V. sowie die Engel Deutschland GmbH und die Siempelkamp GmbH & Co. KG als Vollmitglieder gehören. Sie tragen maßgeblich die Leitthemen des Projektes und bringen die finanziellen Mittel für die Forschungsarbeiten auf. IAV ist – wie die meisten anderen Vollmitglieder – daran mit einer Million Euro beteiligt, Volkswagen stellt 8,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Forschungsfabrik über eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren mit maximal 30 Millionen Euro. Das Land Niedersachsen beteiligt sich mit 12,5 Millionen Euro.