IAV zeichnet herausragenden Ingenieurs-Nachwuchs aus

13.11.2015 // Berlin. Gestern hat IAV in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin zum zwölften Mal die Hermann-Appel-Preise verliehen. Die prämierten Arbeiten beschäftigen sich mit ganz unterschiedlichen Themen – vom optimierten Verbrennungsmotor bis hin zur Objekterkennung durch Umfeldsensorik. Die Einreichungen stammten von Universitäten aus ganz Deutschland.

Aus 42 eingereichten Bachelor-, Master-, Diplom- und Doktorarbeiten wählte die Fachjury aus Automobilexperten sechs Preisträger in den drei Fachgebieten „Zukünftige Mobilität“, „Antriebsstrangentwicklung“ und „Fahrzeugentwicklung“ aus, zudem wurde ein Sonderpreis vergeben. Insgesamt ist der Hermann-Appel-Preis mit 15.000 Euro dotiert, hinzu kommt der Sonderpreis mit 1.500 Euro. Die Einreichungen kamen von Hochschulen aus ganz Deutschland, beispielsweise aus Berlin, Aachen, Braunschweig, Darmstadt und München.

Den Hermann-Appel-Preis im Fachgebiet Zukünftige Mobilität erhielten René Althans für seine Diplomarbeit „Autonomous Driving as Disruptive Innovation?“ an der TU Berlin und Dr. Kai Franke für seine Dissertation „Objektdatenfusion von Umfeldsensoren und Car2Car zur Entwicklung intelligenter Frontschutzsysteme“ an der TU Braunschweig. Im Fachgebiet Antriebsstrangentwicklung wurden Sven Holzendorf für die Masterarbeit „Abbildung charakteristischer Verbrennungsmerkmale auf Zielgrößen der Brennverfahrensapplikation“ an der TU Berlin und Dr. Elias Baum für die Dissertation „Laserbasierte Untersuchung innermotorischer Prozesse“ an der TU Darmstadt ausgezeichnet.

Christian Göttes Masterarbeit „Integration eines Fahrdynamikmodells in das Timed Elastic Band Verfahren zur Durchführung optimaler Bremsausweichmanöver“ an der TU Dortmund und Dr. Andreas Busingers Dissertation „Aerodynamisch angeregte Bauteilschwingung“ an der FAU Erlangen-Nürnberg erhielten den Hermann-Appel-Preis im Fachgebiet Fahrzeugentwicklung. Den Sonderpreis vergab die Jury an Dr. Moritz Julian Schindler für seine Dissertation „Mehr-Batterie-System für Mikro-Hybrid-Fahrzeuge auf Basis von Blei-Säure- und Lithium-Ionen-Technologie“ an der RWTH Aachen.

Aktualität und wissenschaftliche Qualität entscheiden

„Natürlich hatten viele Arbeiten mit den drei Megatrends unserer Branche zu tun – Kommunikation, automatisiertes Fahren und Elektromobilität“, sagt Professor Steffen Müller vom Fachgebiet Kraftfahrzeuge an der Technischen Universität Berlin, der 2015 den Vorsitz der Jury des Hermann-Appel-Preises übernommen hat. „Die prämierten Arbeiten beschäftigen sich aber auch mit anderen Themen, beispielsweise Aerodynamik und Elektrochemie.“ Neben der Aktualität einer eingereichten Arbeit kam es den Juroren vor allem auf ihre wissenschaftliche Qualität an.
Professor Müller hat sein Amt von Professor Volker Schindler übernommen, der auch sein Vorgänger als Leiter des Fachgebiets Kraftfahrzeuge an der TU Berlin war. „Damit kann ich eine schöne Tradition fortsetzen“, sagt er. „Leiter der Jury ist der aktuelle Nachfolger Hermann Appels an dessen ehemaliger Wirkungsstätte. Und mit dem Hermann-Appel-Preis hat sich inzwischen eine Auszeichnung etabliert, die junge Akademiker motiviert."

Über den Hermann-Appel-Preis:

IAV erinnert mit dem Preis an Professor Dr.-Ing. Hermann Appel (1932 – 2002), der als Leiter des Instituts für Kraftfahrzeuge der Technischen Universität Berlin das Unternehmen IAV vor 32 Jahren in Berlin gründete, um eine Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft zu errichten. Die Auszeichnung wird an Studenten und Doktoranden vergeben, die sich durch innovative Ideen und herausragende Leistungen ausgezeichnet haben. Die Ausschreibung für den nächsten Hermann-Appel-Preis startet im Januar 2016.

Weitere Informationen: www.iav.com/karriere