IAV und Microsoft arbeiten zusammen und zeigen Verkehrssicherheitstechnik auf CES

05.01.2016 // Auf der internationalen Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas stellen IAV und Microsoft vom 6.-9. Januar 2016 ein vernetztes, hochautomatisiertes Fahrzeug (CHAD – connected highly automated driving) vor, das sich mit der Microsoft Azure Cloud und Windows 10 vernetzen kann und so Kommunikation ermöglicht, die Fahrzeug- und Fußgängerunfälle vermeiden und den Fahrkomfort und die Bequemlichkeit erhöhen kann.

Der neue, innovative Vernetzungsansatz zur V2X-Technologie (Vehicle-2-X-Kommunikation) nutzt Umfelddaten des Fahrzeugs zur Verbesserung intelligenter Dienste für mehr Komfort und Sicherheit durch die frühzeitige Erkennung und Eindämmung möglicher Gefahren.

Die technologischen Vorteile dieses Ansatzes werden auf der CES anhand des folgenden Szenarios dargestellt, welches der Entwicklung zugrunde lag: Ein Fußgänger mit einem Wearable geht auf die Fahrbahn zu und wird dabei von einem parkenden Auto verdeckt. Das Wearable wird von einer intelligenten, straßenseitigen Infrastruktur in der Nähe lokalisiert, die mit der Azure Cloud verbunden ist. Diese Lösung von IAV und Microsoft integriert Azure IoT Suite mit vernetzten Fahrzeug- und Infrastrukturdaten sowie Cortana Analytics als Grundlage für die prädiktive Modellierung von Gefahrensituationen. Mit Cloud-Lösungen dieser Art können Umfeldinformationen, wie Daten von Ampelsensoren, an das vernetzte Fahrzeug transferiert werden, um Gefahrensituationen besser vorhersagen zu können. Das CHAD-Fahrzeug erhält dann eine V2X-Warnung, die die sichere, komfortable Anpassung der Fahrdynamik ermöglicht, um die Gefahr rechtzeitig zu erkennen und zu vermeiden. „Wir sehen diese Cloud-Lösung wie einen zusätzlichen Umfeldsensor“, erklärt Udo Wehner, Bereichsleiter für Integrale Fahrzeugfunktionen bei IAV.

Neue Produktivitätsfunktionen für hochautomatisierte Fahrzeuge
Diese Zusammenarbeit zwischen IAV, einem Engineering-Dienstleister und weltweitem Vorreiter des hochautomatisierten Fahrens, und Microsoft, Marktführer für Mobilitäts- und Produktivitätslösungen, ist erst der Anfang dieser Partnerschaft. Die beiden Unternehmen beabsichtigen außerdem, Windows 10 Continuum einzusetzen, um Windows 10 direkt ins Armaturenbrett des Fahrzeugs zu streamen. So könnten zum Beispiel Daten und Dienste über Geräte integriert werden, die der Fahrer bereits auf seinem Notebook, Tablet-PC oder Smartphone nutzt, mit Apps wie Skype for Business, Calender und Groove Music. Die beiden Unternehmen werden auf der CES Beispiele zeigen.

„Es ist sehr wichtig, Mobilitätslösungen zu entwickeln, die die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer erhöhen – in diesem Fall durch die genaue und schnelle Übertragung von Informationen über das Fahrzeugumfeld an den Fahrer“, erläutert Peggy Johnson, Executive Vice President of Business Development bei Microsoft. „Die Partnerschaft mit IAV und die Mitarbeit am CHAD-Fahrzeug von IAV haben uns eine zuverlässige Möglichkeit eröffnet, unsere einzigartige Plattform zu erproben und zu optimieren. Wir freuen auf die nächsten Phasen dieses Projekts.“

Der gesteigerte Komfort solcher Technologien wie jene, die IAV und Microsoft auf der CES vorstellen, wird durch die Möglichkeit eröffnet, schnell auf die Fahrzeugumgebung zu reagieren. Durch V2X-Warnungen können Notbremsmanöver vermieden und das Risiko von Auffahrunfällen gemindert werden. Das auf diese Weise eng mit seiner Umgebung und anderen Verkehrsteilnehmern vernetzte HAF-Fahrzeug gibt dem Fahrer Zeit, während der Fahrt produktiv zu sein.

„Wir möchten die Verbindung zwischen den Akteuren in der Automobilindustrie sein und die IT-Welt in das Fahrzeug integrieren“, sagt Wehner. „An der Schnittstelle zwischen OEMs, Zulieferern und IT-Anbietern ist IAV in der Lage, diese neuen Funktionen erfolgreich in die Serie zu bringen.“

IAV verfügt über mehrere Versuchsfahrzeuge, die den aktuellen Stand dieser Zukunftstechnologie in Europa und in den USA darstellen. Die Fahrzeuge haben schon mehr als 70.000 Testkilometer weltweit zurückgelegt, fast gänzlich ohne Fahrereingriff. Der nächste Entwicklungsschritt besteht in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der V2X-Kommunikation, um Fahrzeuge nahtlos untereinander und mit ihrer Umgebung zu vernetzen.

„Wir haben mit unserem CHAD-Fahrzeug schon viel erreicht und freuen uns, dass wir die Möglichkeit hatten, mit Microsoft als Partner an der Weiterentwicklung dieser wichtigen Technologie zu arbeiten“, erklärt Andy Ridgway, President der IAV-Region Americas. „Wir sind seit jeher Vorreiter für die Mobilität von morgen und freuen uns, unsere Arbeit für eine sichere, produktivere Zukunft fortzusetzen.“

Besucher der CES, die die Technologie aus erster Hand „erfahren“ möchten, können eine Probefahrt machen. Sie finden uns am Stand NP7 im Gold Lot der LVCC North Plaza. Führungskräfte von IAV und Microsoft werden vor Ort sein, um die Technologie zu erläutern und die Demonstration zu begleiten.

Über IAV:
IAV ist mit mehr als 6.000 Mitarbeitern einer der weltweit führenden Engineeringpartner der Automobilindustrie. Das Unternehmen entwickelt seit über 30 Jahren innovative Konzepte und Technologien für zukünftige Fahrzeuge. Zu den Kernkompetenzen gehören serientaugliche Lösungen in allen Bereichen der Elektronik-, Antriebsstrang- und Fahrzeugentwicklung. Zu den Kunden zählen weltweit alle namhaften Automobilhersteller und Zulieferer. Neben den Entwicklungszentren in Berlin, Gifhorn und Chemnitz/Stollberg verfügt IAV über weitere Standorte in Deutschland, Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika.