IAV erweitert sein Entwicklungszentrum Gifhorn

09.03.2017 //

Berlin. Der Engineering-Partner IAV erweitert sein Entwicklungszentrum Gifhorn: Heute wurde ein neues Gebäude eingeweiht, in dem zukünftig 550 Ingenieure die Automobilentwicklung voranbringen. Der größte IAV-Standort schafft damit die Voraussetzungen, um der immer größeren Nachfrage nach Engineering-Dienstleistungen gerecht zu werden. Insgesamt forschen und entwickeln am Gifhorner Standort mehr als 3.500 IAV-Experten.

IAV Entwicklungszentrum Gifhorn

Das Entwicklungszentrum Gifhorn steht seit über 30 Jahren für innovative IAV-Projekte. „Das neue Gebäude soll dazu beitragen, diese Erfolgsgeschichte fortzusetzen“, sagt Michael Znamiec, Betriebsleiter des Entwicklungszentrums Gifhorn. Vor allem die IAV-Bereiche Fahrzeugdynamik und Integrale Fahrzeugfunktionen werden den Neubau mit fünf Stockwerken und 11.500 Quadratmetern Fläche in der Rockwellstraße 12 nutzen. Erstmals setzt IAV hier auf ein „Open Space“-Konzept: Die Mitarbeiter sind in großen Räumen untergebracht, in denen sich neben den Arbeitsplätzen unter anderem auch Sitzgruppen befinden. Das soll die Kommunikation und Interaktion zwischen den Kollegen fördern und dazu beitragen, dass sich die Mitarbeiter wohlfühlen und effizient arbeiten können.

Energieeffizienter Neubau

Neben den Büroarbeitsplätzen gibt es im neuen Gebäude auch Labore, in denen zum Beispiel die Sensorik und Aktuatorik ganzer Fahrzeuge untersucht werden kann. Zudem ist dort ein neues Mitarbeiter-Restaurant mit einer Kapazität von 1.200 Tischgästen pro Tag untergebracht. Beim Neubau hat IAV großen Wert auf Energieeffizienz gelegt: „Das Gebäude unterschreitet die Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung um 20%“, berichtet Michael Znamiec. „Dazu tragen neben der Wärmedämmung auch dreifach verglaste und verspiegelte Fenster sowie ein Blockheizkraftwerk bei, das dank einer Adsorptionskälteanlage im Sommer aus Abwärme Kälte erzeugen kann.“

Durch den Neubau werden rund 550 IAV-Mitarbeiter gemeinsam in einem Gebäude arbeiten, die bis jetzt noch auf Flächen in Braunschweig und Bürocontainer in Gifhorn verteilt sind. Auch für künftige Erweiterungen ist das Gelände bereits vorbereitet. „Wir können dort einen ganzen Gebäudekomplex errichten, der sich an der Geometrie des bestehenden Hauses der Mechatronik orientiert“, so Znamiec. „Dann stünde uns ein abgeschirmter Innenhof zur Verfügung, den wir für weitere Prüfstände nutzen könnten.“

Seit drei Jahrzehnten innovativ

Zu den Highlights der letzten drei Jahrzehnte Entwicklungsarbeit in Gifhorn gehören die Applikation des 2,5 Liter TDI-Motors für Volvo, die Arbeit an Großmotoren für Liebherr und Entwicklungen im Bereich der Car2X-Kommunikation. Aktuell arbeitet IAV an seinem größten Standort vor allem an den Themen Antriebsstrangentwicklung für Pkw und Nutzfahrzeuge, Fahrzeugsicherheit mit eigener Crash-Anlage, Elektromobilität mit Prüfständen für elektrische Antriebe sowie Labore für Lithium-Ionen-Batterien und Brennstoffzellen und automatisiertes Fahren. Das Thema Energieversorgung wird in Zukunft eine größere Rolle spielen – darum wird IAV den Prüfstand für seinen Energiecontainer ausbauen und sich künftig in einer Pilotanlage auch mit der Wasserelektrolyse sowie der Umwandlung von Wasserstoff in Methan beschäftigen.