IAV als Gastgeber bei Vorstellung der Nationalen Weiterbildungsstrategie

12.06.2019 // Berlin. Die Bundesminister Anja Karliczek und Hubertus Heil stellen Eckpunkte der Nationalen Weiterbildungsstrategie im Digital Lab des Berliner Engineering-Unternehmens IAV vor.

„Wir sind stolz, dass man uns als Gastgeber für so ein entscheidendes Treffen ausgewählt hat“, sagte IAV-Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Kai-Stefan Linnenkohl. „Wir unterstützen die Initiative einer Nationalen Weiterbildungsstrategie aus voller Überzeugung. Für uns als stark technologie- und wissensgetriebenes Unternehmen sind eine qualifizierte Fachkräftebasis und fortwährende Weiterbildungen besonders wichtig. Hierbei Kräfte unterschiedlichster Akteure zu bündeln, halten wir für den genau richtigen Ansatz.“

Linnenkohl begrüßte die Vertreter von Bund, Ländern, Wirtschaft, Gewerkschaften und der Bundesagentur für Arbeit zunächst im Höhenklimaprüfstand des Unternehmens. „Wir nennen diesen Prüfstand intern auch unseren ‚Himalaya in Berlin‘“, sagte Linnenkohl. Mit der Anlage könnten Fahrzeuge innerhalb von 26 Minuten und bei Temperaturen zwischen minus 30 und plus 40 Grad auf bis zu 5.300 Meter klettern. Das erübrige einen großen Teil der teuren und aufwändigen Testfahrten in Höhenlagen, verkürze Entwicklungszeiten und schone Ressourcen. „Unsere Höhenklimarolle gehört weltweit zu den modernsten und vielseitigsten Anlagen ihrer Art“, erklärte Linnenkohl den geladenen Teilnehmern.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Vorstellung der Nationalen Weiterbildungsstrategie erfolgte dann anschließend im IAV-Digital Lab gleich nebenan. Fach- und standortübergreifende Teams arbeiten in dieser Einrichtung interdisziplinär zusammen, um agile Arbeitsmethoden, -modelle und neue Raumkonzepte zu erproben. „Denn neue Produktideen und Produkte entstehen nicht im stillen Kämmerlein“, zeigte sich Linnenkohl überzeugt. „Sie entstehen dort, wo begeisterte Menschen miteinander kommunizieren, sich austauschen, gegenseitig inspirieren und gemeinsam arbeiten.“ Themen des IAV-Digital Lab sind unter anderem die digitale Transformation des Engineerings, z.B. die prototypenfreie Produktentwicklung, Künstliche Intelligenz sowie das Internet of Things.

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Im IAV-Digital Lab skizzierten Anja Karliczek, Bundesministerin für Forschung und Bildung, und Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, wie die Nationale Weiterbildungsstrategie dazu beitragen soll, dass Deutschland der digitale Wandel im Interesse der einzelnen Menschen und der Betriebe gelingt. Die Strategiepartner wollen Weiterbildungsangebote sowie Fördermöglichkeiten transparenter und leichter zugänglich machen sowie erweitern. Personengruppen mit einer unterdurchschnittlichen Weiterbildungsbeteiligung sollen ebenso besondere Unterstützung erfahren wie kleine und mittlere Unternehmen, die keine großen Personalabteilungen haben, um Weiterbildungskonzepte zu entwickeln. Ziel sei letztlich eine neue Weiterbildungskultur in Deutschland. „Wir bei IAV sind auf dem Weg hin zu einer solchen Kultur schon weit fortgeschritten“, so Linnenkohl. Dafür investiere das Unternehmen viel: Allein im letzten Jahr hätten IAVler rund 2.700 externe Weiterbildungsmaßnahmen sowie 7.400 interne Schulungen besucht.

Auch die Kandidaten für Führungspositionen werden bei IAV größtenteils intern rekrutiert und ausgebildet. Im Jahr 2018 waren das rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Fachkräfte werden trotzdem händeringend gesucht, das Unternehmen wächst rasant: Aktuell sind über 500 offene Stellen ausgeschrieben. „Die Mobilitätsbranche erfindet sich gerade neu“, so Linnenkohl. „Wer einen zukunftssicheren Arbeitsplatz in einem dynamischen Umfeld sucht und am Puls der Zeit an innovativen Lösungen arbeiten will, ist bei uns genau an der richtigen Adresse.“

Über IAV:
IAV ist mit mehr als 7000 Mitarbeitern einer der weltweit führenden Engineering-Dienstleister der Automobilindustrie. Das Unternehmen entwickelt seit 35 Jahren innovative Konzepte und Technologien für zukünftige Fahrzeuge und setzte 2018 mehr als 900 Millionen Euro um. Zu den Kunden zählen weltweit alle namhaften Automobilhersteller und Zulieferer. Neben Fahrzeug- und Antriebsentwicklung ist IAV bereits frühzeitig in die Elektromobilität und das autonome Fahren eingestiegen und ist heute einer der führenden Entwicklungsdienstleister auf diesen Gebieten. Neben den Entwicklungszentren in Berlin, Gifhorn und Chemnitz/Stollberg verfügt IAV über weitere Standorte u.a. in München, Sindelfingen und Ingolstadt sowie in Europa, Asien als auch in Nord- und Südamerika.