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Erfolgsfaktor Software-Entwicklung

Neue Methoden, Bedürfnisse und Geschäftsmodelle – IAV bietet Integrationskompetenz und eigene Lösungen

Die Mobilitätsbedürfnisse und der Automobilmarkt verändern sich rasant. Das hat große Auswirkungen auf die Software-Entwicklung, etwa durch das zunehmende Zusammenwachsen von Fahrzeugen und Consumer-Elektronik. IAV deckt in diesem Bereich das komplette Spektrum ab – von Embedded Software über Backend-Lösungen bis hin zur App-Entwicklung. Mit eigenen Lösungen und als kompetenter Partner für Seriensoftware und Integration gestaltet IAV die Digitalisierung aktiv mit.

Fahrzeuge sind heute immer mehr Teil der digital vernetzten Welt. Die Experten von McKinsey erwarten eine jährliche Steigerung von ca. 30 Prozent bei den „Connected Cars“. Damit verändern sich auch die Ansprüche der Kunden an die Produkte der Automobilhersteller, Connectivity wird zum Kaufkriterium. „Sie erwarten qualitativ hochwertige Funktionen im Fahrzeug, die sich genauso schnell wie die bekannten Handy-Apps weiterentwickeln. Dies bedingt Architekturen, die Funktionserweiterungen in Zukunft möglich machen und die neue Software sicher ,Over the Air‘ ins Fahrzeug bringen“, sagt Markus Blonn, Fachbereichsleiter Network Software bei IAV. „Gleichzeitig haben wir es mit neuen Playern am Markt zu tun, die eigene Dienste anbieten und Entwicklungsmethoden einsetzen, die sich in der Automobilindustrie gerade erst etablieren. Des Weiteren erfordert der Sog des Marktes neue Denkweisen und Strukturen für alle Beteiligten. Die Entwicklung wird sich mehr um die Software zentrieren.“

Vermittler zwischen den Welten

Neben kürzeren Entwicklungszyklen ist in Zukunft darum verstärkt Integrationskompetenz gefragt. „IAV deckt bereits heute das komplette Spektrum der Software-Entwicklung ab“, so Marko Meyer, Senior-Projektleiter bei IAV. „Wir kommen traditionell aus der Software-Umsetzung im Bereich Embedded Systems, sind heute allerdings ein Partner für komplette Steuergeräte-Integrationen sowie Connectivity-Lösungen.“ Darum verstehen IAV-Entwickler die Sprache der beiden Welten „IT“ und „Automotive“ und können so zwischen ihnen vermitteln – etwa, wenn es um die Schnittstellen zwischen Subsystemen oder die Konzeption einer Software-Gesamtarchitektur geht. Dabei benötigt die Integration der Automotive-Welt in die IT-Welt Spezialwissen. Gezielte Partnerschaften erhöhen hierbei die Effizienz, Lösungen schneller zur Marktreife zu führen.

In crossfunktionalen Projektteams werden Lösungen für beispielsweise Domain-Steuergeräte entwickelt. „In ADAS-FAS-Projekten entwickeln wir Software-Komponenten für unter anderem Lichtfunktionen, Verkehrszeichenerkennung und ,autonome Gefahrenbremsung (AEB)‘. Darüber hinaus füllt IAV in Projekten die Rolle des Software-Integrators aus. Es werden neben den IAV-Komponenten auch Funktionen vom TIER1 und dessen Lieferanten zugeliefert, die wir zu einer Gesamt-Software zusammenführen“, berichtet Meyer.

Wichtig ist in Zukunft auch, die Bedürfnisse zweier unterschiedlicher Kundengruppen zu befriedigen. Einerseits bleiben die OEMs wichtige Kunden, andererseits spielen die Endnutzer der Fahrzeuge eine immer wichtigere Rolle. Sie erwarten nicht nur User-Interfaces, wie sie sie von ihren Smartphones oder Tablet-Computern kennen – sie haben auch, je nach Markt, ganz unterschiedliche Anforderungen an die Fahrzeugfunktionen. So wünschen sich europäische Fahrzeugbesitzer Unterstützung bei der Suche nach einem freien Parkplatz, während in den USA eher die Sicherheit der zur Verfügung stehenden Parkplätze im Mittelpunkt steht.

Neue Entwicklungsmethoden, ständige Weiterqualifizierung

IAV hat schon vor Jahren damit begonnen, sich auf die wachsende Bedeutung von Software und das Zusammenwachsen mit der IT-Welt einzustellen. Schwerpunkt bildet hier die Ausrichtung auf Domänenrechner-Architekturen. „Wir beherrschen heute neben dem V-Modell auch agile Methoden wie etwa Scrum“, berichtet Blonn. „Um auf dem aktuellen Stand zu bleiben, qualifizieren wir unsere Software-Entwickler ständig weiter, zum Beispiel in den Bereichen Software-Architektur, agile Entwicklungsmethodik, funktionale Sicherheit oder Continous Integration/Delivery. Das fördert nebenbei, dass in den Projekten die ‚gleiche Sprache‘ gesprochen wird, und steigert kontinuierlich unsere Software-Expertise.“ Ziel ist es, überkommenes Silodenken aufzubrechen und das kreative Potenzial der rund 1.000 IAV-Software-Entwickler über Domänengrenzen hinweg voll auszuschöpfen.

Neues Denken ist unverzichtbar, wenn die OEMs in Zukunft neuen Wettbewerbern auf Augenhöhe begegnen und nicht zu reinen Hardware-Lieferanten werden wollen. „Der Anspruch muss es sein, gemeinsame Lösungen auf Basis einer Plattformarchitektur anzubieten und somit Dienste und Services von unterschiedlichen Playern integrieren zu können“, argumentiert Meyer. „Dazu sollten die Automobilhersteller mit Partnern aus der IT-Welt zusammenarbeiten und gegebenenfalls vorhandene Lösungen übernehmen. Wenn es ihnen gelingt, ihre Fahrzeuge mit attraktiven digitalen Diensten zu verbinden, können sie Kunden langfristig an sich binden.“ Die fortschreitende Digitalisierung schafft die Voraussetzung dafür, dass sich die OEMs von Fahrzeugherstellern zu Mobilitätsdienstleistern entwickeln können. Die Steigerung der Software-Kompetenz ist die Basis für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung.

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