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„Sehr erfolgreiches Recruiting-Instrument“

Zehn Jahre Hauptsponsor in Hockenheim und Partner vieler Teams: IAV sucht bei der Formula Student Kontakt zum akademischen Nachwuchs

Die Formula Student lockt jedes Jahr Hunderte hoch motivierte Studenten aus aller Welt an. IAV nutzt das Event in Hockenheim und den langjährigen Kontakt zu zahlreichen Teams, um Top-Talente zu identifizieren und für das Unternehmen zu gewinnen. Besonders wichtig ist für Dr. Bernhard Hayn, Abteilungsleiter Talent Acquisition, Strategy and Employer Branding bei IAV, dass die Formula Student immer wieder aktuelle Trends wie E-Mobilität und auto nomes Fahren aufgreift.

IAV ist seit 2008 Sponsor der Formula Student. Warum sind Sie schon so lange dabei? 

Dr. Bernhard Hayn: Weil wir in den letzten zehn Jahren festgestellt haben: Dort treffen wir Studierende, die extrem motiviert sind und eine enorme Leidenschaft für das Thema Mobilität mitbringen – und das ist genau unsere Zielgruppe beim Recruiting. Es ist nach so vielen Jahren immer wieder toll zu sehen, wie die Teams bis nachts in der Boxengasse in Hockenheim an ihren Rennwagen feilen und dann am nächsten Tag ein tolles Ergebnis auf die Straße bringen.

Wie hat sich die Formula Student in dieser Zeit weiterentwickelt? 

Hayn: Sie hat zum Beispiel immer wieder aktuelle Trends aus der Automobilentwicklung aufgegriffen. Seit 2017 gibt es einen neuen Wettbewerb: Formula Student Driverless. Dabei gehen autonome Fahrzeuge an den Start, bei denen der Mensch nur noch als Back-up mit an Bord ist. Ähnlich wie in den beiden anderen Klassen, Formula Student Combustion und Formula Student Electric, müssen die Fahrzeuge auch hier durch ein ausgereiftes technisches Konzept sowie durch Leistungen auf der Strekke überzeugen – etwa beim Beschleunigen, beim Acht-Fahren (Skidpad) und auf der Langstrecke in einem Parcours (Endurance). Nach der Formula Student Electric wurde damit ein weiterer technischer Trend aufgenommen, der auch für uns in der Fahrzeugentwicklung ganz zentral ist. Ich kann nur sagen: Die Leistungen des Siegerteams aus Zürich waren wirklich beeindruckend. Ebenso wie die Formula Student Electric wird der Driverless-Wettbewerb in Zukunft mit riesigen technischen Sprüngen von sich reden machen.

Was ist aus Ihrer Sicht besonders lehrreich für die Studierenden? 

Hayn: Dass sie bei der Formula Student alle Probleme durchlaufen, mit denen wir es in der Automobilentwicklung zu tun haben. Sie lernen darüber hinaus die neuesten Technologien und Tools kennen und erarbeiten sich dabei eine hohe Expertise auf aktuellen Gebieten wie Informatik und Softwareentwicklung. Das macht sie für potenzielle Arbeitgeber so interessant – nicht nur in der Automotive-Branche. Hier findet man sehr gute Tech-Talente.

Wie überzeugen Sie diese Top-Talente, zu IAV zu kommen? 

Hayn: Indem wir sie langfristig intensiv unterstützen. Wir sind nicht nur Hauptsponsor des Hockenheim-Events, sondern fördern zwölf Teams fachlich und finanziell. Bei den IAV Race Days auf einem Flugfeld nahe Stollberg können sie ihre Fahrzeuge testen und bei einem „Pre-Judging“ von unseren Experten bewerten lassen. Das wissen die Teams sehr zu schätzen. Daneben stehen wir jederzeit für Fragen zur Verfügung. So lernen die Studierenden IAV sehr gut kennen.

Dennoch müssen Sie beim Recruiting auch mit bekannten OEMs konkurrieren. Was ist hier Ihr Argument? 

Hayn: Die Vielfalt der Themen, die wir bei IAV bearbeiten, ist ein wichtiges Argument. In einer unserer Werbeanzeigen heißt es: „Von Mini bis Maxi“. Bei uns werden kleine Fahrzeuge ebenso entwickelt wie tonnenschwere Nutzfahrzeuge. Neben der inhaltlichen Breite schätzen die Studierenden unsere flachen Hierarchien und den sprichwörtlichen „IAV-Spirit“, also den Teamgeist, der in unserem Unternehmen zu spüren ist. Das alles führt dazu, dass wir in Arbeitgeberrankings regelmäßig sehr gut abschneiden und im Bewusstsein unserer Zielgruppe einen festen Platz haben. So gelingt es uns, trotz der angespannten Lage auf dem Markt für Talente, jedes Jahr viele erstklassige Experten zu uns zu holen. 2017 haben wir 707 Stellen neu besetzt, und dieses Jahr könnte die Zahl sogar noch darüber liegen.

Wie viele ehemalige Teilnehmer der Formula Student arbeiten heute bei IAV?

Hayn: Der direkte Erfolg ist schwer messbar. Aber: Wir haben eine sehr lebendige interne Formula Student Community. Ich höre immer wieder, dass heutige Kollegen uns am Hockenheimring oder bei den IAV Race Days kennengelernt haben. Und viele von ihnen wollen etwas zurückgeben und bieten sich als Mentoren für aktuelle Teams an. Die Formula Student ist bei IAV allgegenwärtig, und für mich ist sie ein sehr erfolgreiches Recruiting-Instrument für unser Unternehmen. Darum werden wir auch in Zukunft Hauptsponsor bleiben, studentische Teams unterstützen und unser Angebot weiter ausbauen.

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